Salar de Atacama
Der Salar de Atacama umfasst eine Fläche von rund 3.000 km2. Es ist die größte Salzwüste in Chile und nach dem Salar de Uyuni in Bolivien (10.582 km2) und den Salinas Grandes in Argentinien (6.000 km2) der drittgrößte der Welt. Er ist ca. 90 Kilometer lang, 35 Kilometer breit und hat eine mittlere Tiefe von 650 Meter. Die maximale Tiefe beträgt 1.700 Meter. Der Salar liegt 55 Kilometer südlich von San Pedro de Atacama. Er ist von zahlreichen Bergen umgeben, im Westen die Cordillera de Domeyko und im Osten die Hauptkette der Anden mit den großen Vulkanen wie Licancabur, Acamarachi, Aguas Calientes und Láscar. Láscar ist einer der aktivsten Vulkane Chiles.
Gespeist wird der Salar im Wesentlichen vom Rio San Pedro de Atacama, der aus nördlicher Richtung zufließt und im Salar endet. Ebenfalls aus dem Norden kommt der Río Villama, der allerdings südlich von San Pedro versickert und den Salar unterirdisch versorgt. Aus den östlich liegenden Anden liefern verschiedene Gebirgsbäche einen weiteren Beitrag. Einen Abfluss gibt es nicht, denn der Salar liegt in einer abflusslosen Senke.
Laguna Chaxa im Salar de Atacama
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In den Solen der Salzebene wurde Lithium gefunden, daher hat sich Salar de Atacama auch zu einem bedeutenden Zentrum für die Lithiumgewinnung entwickelt. Der Salar beherbergt etwa 27 % der weltweiten Lithium-Reserven, zusätzlich Borax und Kaliumsalze. Durch den hohen Wasserverbrauch zur Gewinnung der Metalle und Salze ist der Wasserspiegel in der zentralen Lagune bereits gesunken, was für die dort nistenden Flamingos langfristig zu einem Problem führen wird. Zudem vertrocknen immer mehr Johannisbrotbäume, obwohl es robuste Wüstenpflanzen sind, deren Wurzeln tief graben können. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Gewinnung der Rohstoffe regelmäßig Gegenstand heftiger juristischer und politischer Auseinandersetzungen ist.
Die Aufnahmen entstanden in der Laguna Chaxa. Sie ist Teil des Nationalreservat Los Flamencos. Es gibt ein Besucherzentrum mit umfangreichen Informationen über den Salar und die einheimische Tierwelt. Seinen Namen verdankt das Reservat den großen Beständen an Andenflamingos, Chileflamingos und Jamesflamingos. In den Feuchtgebieten des Salars leben neben den Flamingos viele andere Vögel, z. B. Regenpfeiferartige (Charadriiformes) und sogar Reptilien, wie Liolaemus fabiani, eine im Salar de Atacama endemische Echse aus der Gruppe der Leguanartigen. Diese Art hat sich spezialisiert auf die heiße Wüste in einer Höhenlage zwischen 2.300 und 3.000 Metern. Sie ist lebendgebärend (vivipar) und ernährt sich von Insekten
Andenflamingo
(Phoenicoparrus andinus)
Andenflamingo
(Phoenicoparrus andinus)
Andenflamingo
(Phoenicoparrus andinus)
Chileflamingo
(Phoenicoparrus chilensis)
Chileflamingo
(Phoenicoparrus chilensis)
Chileflamingo
(Phoenicoparrus chilensis)
Jamesflamingo
(Phoenicoparrus jamesi)
Jamesflamingo
(Phoenicoparrus jamesi)
Jamesflamingo
(Phoenicoparrus jamesi)
Bairdstrandläufer
(Calidris bairdii)
Punaregenpfeifer
(Anarhynchus alticola)
Großer Tüpfelgelbschenkel
(Tringa melanoleuca)
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