Isla Magdalena
Magellanpinguine (Spheniscus magellanicus)
Die Isla Magdalena befindet sich etwa 35 Kilometer nordöstlich der Stadt Punta Arenas. Die in der Magellanstraße gelegene Insel ist ein wichtiges Brutgebiet für Magellanpinguine, Magellangänse, Kormorane und verschiedene Möwenarten. Von Oktober bis März halten sich hier mehr als 60.000 Pinguinpaare auf. Im Südwesten der Insel siedeln zudem Mähnenrobben und Südamerikanische Seebären. Die Flora der 85 Hektar großen und nur 15 Meter hohen Insel beschränkt sich auf einige spärlich wachsende Gräser.
Es herrscht ein kaltes Steppenklima ohne Trockenzeit. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 8ºC, im Winter bei 0°C und in den wärmsten Monaten bei 14,9°C. Die jährliche Niederschlagsmenge schwankt zwischen 300 und 400 mm, und wie in der gesamten Magallanes-Region wehen häufig starke Winde aus südwestlicher Richtung.
Zusammen mit der nördlich gelegenen 12 Hektar großen Isla Marta wurde die Isla Magdalena 1966 als „Parque Nacional de Turismo“ eingestuft. Im Jahr 1982 erfolgte die Ernennung zum Naturdenkmal. Beide Inseln gehören heute zum Nationalpark „Monumento Nacional Los Pingüinos“. Da es sich um eine der wichtigsten Pinguinkolonien im Süden Chiles handelt, ist der Fischfang in einem Umkreis von 30 Kilometern um die Insel verboten. Zur Überwachung und zur Durchsetzung dieser Vorschriften ist die chilenische Forstbehörde CONAF (Corporación Nacional Forestal) zuständig.
Isla Magdalena
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Der Leuchtturm wurde am 15. April 1902 in Betrieb genommen. 1955 wurde er durch einen Windgenerator automatisiert und diente mehr als ein halbes Jahrhundert der Schifffahrt nach und von Punta Arenas. 1976 wurde sie zum Nationalen Historischen Denkmal erklärt und 1981 von der chilenischen Marine an die CONAF ausgeliehen. 1995 fanden Renovierungsarbeiten statt. Es entstanden ein Informationsraum für Besucher und Räume für das Personal. Zum Schutz und zur Überwachung der Insel gibt es einen ständigen Parkwächter.
Ein Besuch der Insel ist nur auf dem Seeweg in einer etwa zweistündigen Fahrt von Punta Arenas aus möglich. Die Fahrten werden angeboten in den Monaten September bis März.
Begrüßungstafel
Der Leuchtturm "Faro Magdalena"
Ein Amerikascherenschnabel (Rynchops niger)
zwischen den Pinguinen
Die Brut der Magellanpinguine beginnt mit ihrer Ankunft in der Kolonie im September. Die Eier werden im Oktober gelegt. Die Brutzeit beträgt 40 Tage, die Jungtiere schlüpfen im November. Die Küken werden dann zwischen Januar und Februar selbständig. Im April verlassen die Tiere die Insel und ziehen in die Küstengewässer des Atlantiks und des Pazifiks. Im September kehren sie wieder zurück.
Magellanpinguine
(Spheniscus magellanicus)
Die wichtigsten Fressfeinde der Pinguine sind die Skua und die Dominikanermöwen, die sich von Eiern und Babys der Pinguine ernähren.
Chileskua
(Stercorarius chilensis)
Chileskuas
(Stercorarius chilensis)
Chileskua
(Stercorarius chilensis)
Dominikanermöwen
(Larus dominicanus)
Dominikanermöwen
(Larus dominicanus)
Dominikanermöwen
(Larus dominicanus)
Männliche Magellangans
(Chloephaga picta)
Weibliche Magellangans
(Chloephaga picta)
Magellangänse
(Chloephaga picta)
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